Archiv für Februar 2012

Selbstverständnis

Selbstverständnis

Die AuA ist eine antifaschistische Gruppe mit emanzipatorischem Grundverständnis für die politische Arbeit nicht an der Stadtgrenze Leipzigs aufhört, sondern genau da anfängt.

Für uns steht die Unterstützung von Gruppen sowie Einzelpersonen mit einem linken Hintergrund, aus dem Umland, im Fokus unseres Engagement. Es ist uns wichtig einen regelmäßigen Kontakt zu diesen Personen zu halten, damit ein fortwährenden Gedanken- und Erfahrungsaustausch stattfindet. Dabei soll unser Support auch auf praktischer Ebene stattfinden. Wir wollen auf gesellschaftliche Missstände nicht reagieren, sondern agieren.

Für viele Menschen beginnt die Auseinandersetzung mit linker Politik erst mit Nazis. Für uns heißt Antifaschismus mehr als gegen Nazis zu sein. Antifaschismus steht für uns für einen konsequenten Einsatz gegen menschenverachtende Einstellungen und für eine emanzipatorische Gesellschaft.

Wenn wir uns für emanzipatorische Grundwerte einsetzen, dann bedeutet das für uns das Menschen nicht nach ihrem Aussehen, ihrer Religion, Herkunft, sexuellen Orientierung, ihrer Verwertbarkeit für die Wirtschaft, ihres sozialen und ökonomischen Standes, ihres Geschlechtes oder einer sonstigen Schublade beurteilt und klassifiziert werden – sondern selbstbestimmt und frei ihr Leben in die Hand nehmen und gestalten können. Dafür braucht es ein solidarisches Miteinander, in dem die Einzigartigkeit jedes einzelnen Menschen zählt, in dem für alles Platz ist, sofern es andere Menschen nicht in ihrer Emanzipation beeinträchtigt.

Da wir auf Partner_innen der „Zivilgesellschaft“ im ländlichen Raum angewiesen sind führt dies zu Konflikten mit unseren eigenen Ansprüchen. Beispielhaft sei hier die Diskussion um die Extremismustheorie erwähnt. In dieser werden linke und rechte „Extremisten“ gleichgesetzt, auf eine inhaltliche Auseinandersetzung mit menschenverachtenden Einstellungen wird verzichtet. Zur weiteren Argumentation verweisen wir auf die Seite der Leipziger Gruppe INEX: http://inex.blogsport.de/ , welcher wir uns anschließen.

Prinzipiell wollen wir unabhängig von Parteien und Gewerkschaften arbeiten und lehnen diese als Institutionen ab, aber auch hier stoßen wir oft bei unserer Tätigkeit an Grenzen und müssen Kompromisse schließen, dies ist uns bewusst und wie auch bei unseren Bündnispartner_innen entscheiden wir jede Situation neu und reflektieren diese. Wir bringen unsere links-radikalen Gedanken immer in Diskussionen ein und versuchen so Menschen zur kritischen Reflexion ihrer Positionen zu bringen.

In diesem Sinne, her mit dem schönen Leben.




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